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Digitale Bohäm II

Nachdem ich das Thema DB (Digitale Bohäm) in dem vorigen Eintrag irgendwie angerissen habe, habe ich das Bedürfnis, da noch ein bisschen weiter zu machen. Es ist schwer zu sagen, was mich da stört, ich habe das erst mal nur so rausgekotzt. Natürlich soll jedeR so leben und arbeiten, wie er/sie will, das ist das mindeste, was mensch den anderen zugestehen muss.

Ich glaube, was mich an dem DB-Konzept besonders stört, ist der Umstand, dass es eben ein Konzept ist, dass nur auf eine kleine Schicht von Leuten anwendbar ist und insofern nur ein bescheidener Beitrag ist zum Thema Arbeit und Emanzipation. Digitale Bohämian können nur die sein, die sich die neuen Bedürfnisse an menschliche Arbeitskraft zu eigen machen können, das ist sehr voraussetzungsvoll. Das fängt bei der Hardware an, die mensch haben muss, geht über die Infrastruktur (DSL,...) und macht beim Management des restlichen Alltags, der zum Leben einfach dazu gehört, noch lange nicht halt. Hier geht es erst mal nur darum, dass da Leute ohne das Montag-Freitag und nine-to-five Arbeitszeitregime ihr Leben organisieren. Das mag/kann natürlich im Einzelfall schon eine enorme Erleichterung bzw. Verbesserung der Arbeitsbedingungen bedeuten. Auch die Sache mit der Arbeitsplatzwahl hat Potenzial. Aber genau an dieser Stelle gilt es dann auch zu beachten, dass die freie Einteilung der Zeit und die Wahl des Arbeitsortes den Zwang dazu bedeuten, eigene Zeit richtig zu managen, im Zweifelsfall also "private" Zeit der "Erwerbsarbeitszeit" zu unterwerfen, weil die Arbeit muss ja gemacht werden. Auch die Wahl des Arbeitsplatzes bedeutet dementsprechend die Wahl des Ortes mit der richtigen Ausstattung (Ruhe, Internet, Toilette...). Hier ist das zu beobachten, was auch in den vielen Selbstbedienungsbäckereien zu beobachten ist: Machs dir doch selber! Mach dir doch selber Arbeit! oder so ähnlich...

Und noch mal ganz grundsätzlich: Mit Emanzipation hat das nicht viel zu tun meiner Meinung nach, weil hier immer noch der sehr existenzielle Zwang zur Erwerbsarbeit hinter dem Konzept steht. Ich habe also die Wahl des Ortes und der Zeit meiner Arbeit, aber daran, dass ich irgendeiner Arbeit nachgehen muss, um Geld zu verdienen (auch wenn mir die Arbeit gar nicht gefällt), ändert sich nichts. Zwang bleibt Zwang. Und das in Zeiten, in denen Arbeit so knapp ist, dass viele davon nicht leben können...

Her mit dem Grundeinkommen also?

Inspiration dazu z. B. bei
http://grundauskommen.blogsport.de/

18.3.08 14:31
 
her mit dem guten leben!


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